MENU

06:46
Stellungnahme einer Funktionärin des ZK der Partei der Arbeit Koreas

 

[조선어] [English] [Русский] [中国语] [日本語] [Español] [Deutsch]

 

Die erste stellvertretende Abteilungsleiterin des ZK der Partei der Arbeit Koreas, Kim Yo Jong, veröffentlichte am 4. Juni eine Stellungnahme mit dem Titel „Wir raten, nicht ein Unheil auf sich zu laden“.

In der Stellungnahme hieß es gekürzt wie folgt.

 

Wir raten, nicht ein Unheil auf sich zu laden

 

Es gab eine Nachricht, dass die gemeinen Überläufer aus unserer Republik am vergangenen 31. Mai in einer Gegend an der Front Hunderttausende Antirepublik-Flugblätter an die Gebiete unserer Seite verstreut haben sollen, was ein frevelhaftes Benehmen ist. Was schlimmer daran ist, ist es, dass dieser Abschaum der Menschheit in den Blättern unter Beeinträchtigung der höchsten Würde unserer Republik die „Atomfrage“ im Munde geführt hat.

Diese ekelerregenden Verbrecher haben zu einer höchst unpassenden Zeit mit gemeinsten Methoden unter Berufung auf die „Atomfrage“ uns beleidigt. Wir möchten nun die südkoreanischen Machthaber fragen, ob sie bereit sind, die folgende Verantwortung für die Untaten zu übernehmen. Unmissverständlich muss die südkoreanische Regierung klar im Bilde über die Panmunjom-Erklärung und die Militärische Vereinbarung sein, in denen verankert ist, alle feindseligen Handlungen an der militärischen Demarkationslinie wie die Flugblätterverstreuung zu verbieten.

Im Vorfeld des 20. Jahrestages der Veröffentlichung der Gemeinsamen Nord-Süd-Erklärung vom 15. Juni finden in Südkorea vor unseren Augen ohne Hemmung solche böswilligen Handlungen statt, die aber unter dem Vorwand der „persönliche Freiheit“ und „Freiheit der Meinungsäußerung“ geduldet werden. Dabei müsste die südkoreanische Regierung die schlimmsten Folgen daraus in absehbarer Zeit voraussehen. Wenn sie gewillt ist, die Vereinbarungen zwischen Nord und Süd aufrichtig zu achten und sie konsequent zu erfüllen, soll sie zuerst die Abfälle in ihrem Haus beseitigen, bevor sie von einer „Erwiderung“ spricht.

Noch vor billiger Ausrede soll sie ein Gesetz zur Verhinderung des Kasperltheaters der Überläufer aus der DVRK ausarbeiten und von Anfang an dafür sorgen, dass solche unangenehmen Sachen nicht passieren. 

Falls die südkoreanische Regierung gegen diesmalige böswillige Tat in ihrem Haus keine notwendigen Gegenmaßnahmen trifft, dann soll sie damit rechnen, dass es nach der Abschaffung des Kumgangsan-Tourismus nun zu einer völligen Aufhebung der verlassenen Industriezone Kaesong oder des unnötigen Gemeinsamen Nord-Süd-Verbindungsbüros oder der nur auf Papier existierenden Militärischen Nord-Süd-Vereinbarung führen kann.

Das Wohlwollen und die Feindseligkeit können sich nicht vereinen, wie die Eintracht nicht mit der Auseinandersetzung parallel existieren kann.

Die südkoreanischen Politiker müssen wohl öfters erlebt haben, dass die Erwartung in Entsetzen verwandelt wurde, wie die Hoffnung ins Wasser. Wenn sie nicht noch einmal den schlimmsten Fall sehen möchten, sollten sie ordentlich das Ihre tun.

Category: Deutsch | Views: 36 | Added by: redstartvkp | Tags: Korea, Human Rights, North Korea, DPRK, South Korea, Inter-Korean relations, defectors, Kim Yo Jong